Travel: postcard from Berchtesgaden

Sonntag, 6. Januar 2019

In jeden Semesterferien zieht es mich in eine andere Stadt. Durch die geplante Hochzeit, ging es letzten Sommer nur für einen Girlstrip ein paar Tage ins Berchtesgadener Land. Die Idee dafür kam uns durch Instagram. Wir hatten so viele wunderschöne Bilder von Seen rund um Bad Reichenhall und Berchtesgaden gesehen, das wir beschlossen und dort ein AirBnB zu suchen. Als wir dann als erstes Bild einen Pool mit Blick in die Berge sahen war das Ding gebucht. Nur 3 Wochen später ging es für uns los. Man kann sich das wirklich etwas chaotisch vorstellen, wenn zwei Mädels zusammen in den Urlaub fahren. Ich habe erstmal alle meine Jacken daheim vergessen und durch lauter mitsingen im Auto verpassten wir sogar einmal unsere Abfahrt. Endlich am Königssee angekommen wussten wir das sich die lange Fahrt gelohnt hatte. Das türkisene, klare Wasser und der Sonnenschein war wirklich eine Wohltat.

Auf dem Weg zu unserem Apartment sind wir dann doch mehrmals in stutzen gekommen. Die Adresse haben wir einfach ins Navi eingegeben, das Haus von außen hatten wir nie gesehen. Als wir dann vor einem gefühlt, uraltem Hotel parkten wussten wir erstmal nicht so Recht ob wir an der richtigen Adresse waren. Nachdem wir dann doch den Safe mit dem Schlüssel gefunden hatten und unser Auto in der Tiefgarage stand, begaben wir uns erstmal in Richtung Zimmer. Also ich muss euch sagen, in dem Haus hätte man auch einen Horrorfilm drehen können. Spinnenweben im Treppenhaus, grüne Teppiche und ein alter Rollstuhl der Mitten in der Tiefgarage stand. Und nirgendswo eine Menschenseele. Dafür stellte sich das Zimmer als super modern und frisch renoviert heraus, genauso wie auf den Bildern. Auch der Pool, bzw. das Hallenbad war der Hammer.



 


Natürlich wollten wir auch was zu sehen bekommen und nach viel Instagramrecherche und googeln wussten wir auch so ungefähr, wie wir zu dem Wasserfall und den Naturpools oberhalb des Königssees wandern mussten. Der Weg dorthin war echt nicht ohne. Ab dem Aussichtspunkt an der Rabenwand gab es keinen befestigten, offiziellen Weg mehr und wir mussten einem Trampelpfad folgen. Zwischen zeitlich dachte wir sogar, das uns jemals folgt. Wir waren schließlich alleine um 7 Uhr morgens los gewandert und uns war ein bisschen mulmig zu muten. Unser „Beobachter“ stellte sich dann als Bergziege heraus die uns ein Stück des Weges in einiger Entfernung begleitete. Angekommen am Königsfall und den Naturpools konnten wir erstmal die Ruhe ohne Menschen genießen und ein paar Fotos schießen. Auch das typische Instagrambild – der Blick vom Naturpool zum Königssee – ließen wir uns nicht nehmen. Als wir schließlich den Rückweg antraten, war es schon lange vorbei mir Ruhe. Es waren einfach super viele Leute hochgewandert und es wurden schon Schlange gestanden um ein Bild am Wasserfall oder im Naturpool machen zu können. 
 
Fazit: Wer also auch mal den Weg hoch zum Königsfall und den Naturpools wagen möchte, sollte früh los und gutes Schuhwerk einpacken. Man sollte auf keine Fall den Weg hoch unterschätzen. Unberührte Natur findet man nur morgens vor. Viele Leute haben im Laufe des vormittags ihren Müll einfach liegen gelassen. Außerdem sollte man sich nicht genieren wenn man sich umzieht. Neben den Becken herrscht nämlich reger Betrieb und alle sind am an oder ausziehen.  








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