Some Thoughts: Geburtstag

Mittwoch, 16. Januar 2019





Bei uns ist am Ende und Anfang eines Jahres immer total viel los. Nicht nur die Weihnachtsfeiertage und Neujahr stehen an, sondern auch ein Großteil der Familie hat Geburtstag. Die ganzen Steinböcke feiern. So habe auch ich direkt am Anfang des Jahrs meinen Tag. Ich freue mich jedes Jahr auf meinen Geburtstag, bis dann ein paar Tage vorher die Erkenntnis kommt, dass er nie so schön sein wird wie als Kind. Wenn man noch klein ist, muss man sich um nicht kümmern. Alle Freunde sind da, das Essen schmeckt und es gibt viele Geschenke und tolle Überraschungen. Das alle Freunde da sind, ist seit meinem 14. Geburtstag schon lange Geschichte. Wenn ein paar kommen, ist es schon etwas Besonderes. Daher feiere ich meinen Geburtstag seit meinem 18. Lebensjahr nicht mehr. So böse es sich anhört, wird man doch nur enttäuscht. Die Familie kommt in den meisten Fällen nicht extra aus der Schweiz angereist und auch viele Freunde haben entweder keine Zeit, weil sie schon arbeiten müssen oder sind noch im Skiurlaub. Nicht zu vergessen die Krankheitswelle die nach Neujahr immer die Runde macht. Dieser unvergessliche Moment, das Kerzen auspusten oder einfach morgens aufstehen und einen gedeckten Tisch mit Geschenken vorzufinden, das fehlt.

Schon wieder ein Jahr älter. Was ist so besonders daran? Ich fühle mich an diesem Tag immer noch genauso wie vorher. Kein Jahr älter, kein Jahr reifer oder weiser. Für mich fühlt es sich an wie jeder andere auch, auch wenn die Leute einem schneller die schlechte Laune vor dem ersten Kaffee verzeihen. Dieser Druck sich über alles zu freuen und Spaß an dem Tag zu haben. Die 100 Nachrichten das man doch den Tag genießen und feiern soll. Ist es das wirklich? Für mich nicht. Es zählen doch die kleinen Momente und Gesten. Ein Kaffee der einem ans Bett gebracht wird, Freunde die egal wie es ihnen geht kommen und genau wissen über welches kleine Geschenk man sich am meisten freut. Omas Rührkuchen essen. Von der Mama in den Arm genommen zu werden und nochmal zu merken das man noch nicht ganz erwachsen sein muss, dass man immer noch ihr kleines Mädchen ist. Das ist was zählt.





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