Room: Unsere erste Wohnung

Samstag, 18. August 2018



Manchmal muss man einfach ein wenig Glück haben. Vor allem, wenn es um die Wohnungssuche geht. Fabi und ich hatten richtig Glück. Viele Paare, die wir kennen und die ein ähnliches Budget zur Verfügung haben, suchten ein halbes Jahr und länger nach einer Wohnung. Ich habe mich wahnsinnig auf das Einrichten der Wohnung gefreut. Aber fangen wir doch mal ganz vorne an. Ende November, beziehungsweise Anfang Dezember 2017 entschieden wir uns, dass wir zusammenziehen wollen. Also ging die Wohnungssuche los. Unser Budget war von Anfang an begrenzt, da ich noch studiere. Eine große Auswahl an Wohnungen gab es für uns somit nicht. Nach 20 Mails ohne Antwort und unzählige unbeantwortete Telefonanrufe später, verfliegt dann auch die Vorfreude auf das Zusammenziehen. Wir besuchten vereinzelt Besichtigungen und konnten langsam einschätzen, wie schwierig es werden würde eine Wohnung zu finden. Mit einer Katze, unserem kleinen Moe, wird es dann noch schwieriger. Viele Vermieter wollen keine Tiere.

Eine Zeitungsanzeige Ende Februar sollte alles ändern. An einem Freitag zeigte uns meine Mama eine kleine Anzeige im Wohnungsmarkt. Ohne Bild, kein großer Text. 56qm, Küche, Balkon, Tiefgarage. Einen Anruf später war klar, dass wir zur Besichtigung kommen können. Sonntags um 11 Uhr standen wir auf der Matte. Der Vermieter, ein sehr freundlicher Mann, zeigte uns und zwei anderen Interessenten die Wohnung. Wir hatten ein total gutes Gefühl und die Wohnung begeisterte uns sichtlich. Wir waren natürlich nicht unvorbereitet. Hatten bereits eine Mieterauskunft und Gehaltsnachweise dabei. Trotzdem durften wir nochmals eine eigene Auskunft, des Vermieters, mit nach Hause nehmen und ausfüllen. Es viel aber sehr positiv auf, dass wir so engagiert sind. Bei Fabi zu Hause erzählten wir begeistert von der Wohnung, füllten den Bericht aus und fuhren ihn noch am selben Abend zum Vermieter, der ein paar Orte weiter wohnt. Etwas direkt schriftlich zu haben, ist einfach besser als nur eine Mail. Da wir einfach euphorisch waren, erlaubten wir uns den Bogen in den Briefkasten zu werfen – natürlich mit einer kurzen SMS an den Vermieter.




Montag Mittag erreichte uns der Anruf. Ich dachte erst Fabi will mich veräppeln. Wir hatten die Zusage und konnten direkt abends kommen, um den Mietvertrag zu unterschreiben. Unsere erste eigene, gemeinsame Wohnung. Wir konnten es noch nicht ganz fassen. Noch am selben Abend standen wir in unserer Wohnung und überlegten wo wir was hinstellen können. Das Abenteuer konnte also losgehen.

Ab Donnerstag, de. 01.03. war es dann ganz offiziell unsere Wohnung und wir legten direkt los. Renovieren. Nach Absprache mit dem Vermieter entschieden wir uns im Schlafzimmer den Teppich zu entfernen und Laminat zu verlegen. Die ganze Wohnung gehörte neu gestrichen. Gut zehn Tage später, mit vielen helfenden Händen und einigen durchgemachten Nächten, hieß es dann: Möbel rein! Der Umzug ging dank der vielen Helfer schnell und reibungslos über die Bühne. Es war tatsächlich geschafft. Wir konnten die erste Nacht in unserer Wohnung verbringen. Die nächsten Wochen lebten wir noch mehr oder weniger im Chaos. Kartons mussten ausgeräumt, das Internet bestellt, Tisch, Schränke usw. besorgt werden. Nach und nach verwandelte sich das Schlachtfeld in eine gemütliche Wohnung. Auch Moe, der schon ein paar Tage nach uns einzog, wurde immer mutiger und schien sich wohlzufühlen. Als dann schließlich der heißersehnte Tisch stand und die Routerkabel verlegt worden waren, konnte man wirklich sagen: Jetzt ist es geschafft. Wer mich kennt weiß, dass ich am liebsten schonwieder umdekorieren würde und immer neue Ideen habe, was man noch so anstellen könnte. Langsam treibe ich Fabi damit in den Wahnsinn. Aber genau das liebt er doch an mir. Oder Schatz?














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