About: Tattoos and Piercings Part 5

Sonntag, 6. Dezember 2015


Zusammen mit meinem Notenschlüssel habe ich mir noch diesem Spruch auf den Oberschenkel tätowieren lassen. Es ist schwer zu erklären warum ich diesen Spruch haben wollte bzw. viel mehr seine Bedeutung für mich. Ich habe im Grunde genommen schon immer etwas kreatives gemacht. Als Kind habe ich gemalt, genäht, gestickt, gebastelt und mir meine eigene Welt gestaltet so wie ich die wollte. Als Kind gab es kein richtig und falsch. Da konnte auch mal ein Pferd kanllrot sein oder eher aussehen wie ein Dackel. Da gab es keine schlecht genähte Naht und falsch aufgestickte Pailetten. Da wurde alles frei Schnautze gemacht und niemand konnte einem reinreden wie man sein Kunstwerk machen wollte. Im Nachhinein finde ich das die Kreativität von Kindern in den meisten Schulen nicht mehr gefördert, manche Talente bleiben verborgen und man muss unter bestimmten Vorgaben etwas malen. Später als älterer Mensch fällt es einem dann oft schwerer frei von allen Regeln zu denken und etwas neues für sich zu kreieren und seinen Gedanken eine Form zu geben. Diese Zeit als Kind, als man "Kunst" noch so machen konnte wie man wollte ist eine der schönsten. Lange Zeit habe ich nix mehr gemalt oder gebastelt. Früher war es normal für mich ständig an etwas neuem zu werkeln. Durch die Schule ging erst die Zeit, dann die Lust und später auch die Ideen immer mehr zurück. Kreativ sein wurde hinter allem anderen angestellt. Mein erstes Jahr auf der Modeschule war schwer. Man sollte wieder einen Zugang zur seiner abtrainierten Kreativität finden, was sich nicht immer als leicht herausstellte. Zudem findet man seine eigenen Arbeiten meistens schlechter als die von anderen und gibt es dann noch Noten drauf, bekommt man schnell einen Dämpfer. Nach und nach entwickelten sich dann aber doch neue Idee. Es wurde mehr Farbe dazugenommen und neue Techniken ausprobiert. Wir haben viele verschiedene Dinge designt. Schmuck, Röcke, Hosen, Schals und Tasche sogar nach eigenem Design hergestellt. Es war ein schönes Jahr, aber ich bin froh das es noch nur ein Jahr geblieben ist. Ich wollte mehr über die Fotografie und Photoshop lernen, die Themen die mich schon immer begeistert haben. Es war eine gute Entscheidung. Man bekommt Aufgaben, aber genug Freiraum und seine eigenen Ideen zu entwickeln und umzusetzten. Wenn man das das Ergebniss in der Hand hat und damit zufrieden ist, kann einen das keiner mehr nehmen.



Es wird immer Leute geben die anderer Meinung sind als man selbst. Die manche Entwüfe, Foto und sonst etwas nicht gut finden und dir das auch sagen. Es wird daran rumkritisiert und alles auseinander genommen. Klar wenn der Kunde sagt er will es anderst haben dann wird es so gemacht, allerdings sollte man auch den Mut haben seinen Entwurf zu verteidigen zu erklären. Schliesslicht hat man daran hart gearbeitet und sich etwas einfallen lassen.  Es kann nicht immer alles in Zusammenhang mit Regeln funktionieren und nicht immer kann man sich genau an die Vorgaben halten. Eher geben sie uns einen Rahmen in dem es uns gestattet ist und zu entfalten und etwas zu erschaffen. Es ist nicht falsch wenn man mal ein paar Sachen ausser Acht lässt. Man kann nicht immer Angst davor haben jemanden anderen könnte es nicht gefallen. Gerade wenn man etwas für sich macht sollte man die Meinungen der Anderen nicht zu sehr gewichten. Mit der Kunst ist es wie im Leben. Alles zeichnet einen, man wird geprägt von dem was man erlebt. Nicht alles geht spurlos an einem vorrüber. Aber man kann trotzdem nicht in der Angst leben das manche Menschen einen nicht mögen oder mit Vorurteilen gegenüber stehen. Ich begegne oft einem schrägen Blick auf der Strasse, viel von älteren Leuten aber auch von gleichaltrigen. Früher habe ich mich immer kleine gemacht und versteckt nur Sachen getragen die nicht auffallen. Das hat sich geändert. Ich will mich nicht mehr verstecken müssen nur weil ich einen anderen Geschmack habe wie anderen. Klar habe ich viele Sachen die man auch an anderen Leuten sieht, aber auch welche die man nicht so oft auf der Strasse sieht und das ist auch gut so. Sich zu kleiden kann genauso Kreativität ausdrücken wie etwas zu malen. Man darf keine Angst davor haben falsch zu liegen oder kritisiert zu werden. Alles liegt nunmal im Auge des Betrachters für jeden ist Kreativität etwas anderes.







 06.12.2015




1 Kommentar on "About: Tattoos and Piercings Part 5"
  1. Wie Du schon selbst erfahren hast, ist es das schwerste eine andere Meinung als solche anzunehmen, diese jedoch nicht als Kritik zu werten. Es gibt immer jemanden der es anders sieht, wir müssen nur wissen meint er auch ehrlich. Das Thema ist vielerlei Diskussion wert und auch wieder nicht. Du machst es richtig, es ist Dein Leben, dein Werk und vielleicht das ein oder andere manchmal erklärenswert, doch schlussendlich zählt nur eins, das DU zufrieden und glücklich mit dem bist.

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