#studyhard: Praxissemester

Dienstag, 11. September 2018

Wie vielleicht manche von euch schon auf Instagram mitbekommen haben, ging es bei mir dieses Jahr schon früh wieder los. Letzte Woche Montag, am 03. September, bin ich in mein Praxissemester gestartet. Die erste Woche ist schon rum und leider sitze ich gerade krank in meinem neuen Zimmer. Daher habe ich gerade ein bisschen Ruhe und komme endlich dazu diesen Beitrag zu schreiben. Seit ich mich bei meiner Firma beworben und eine Zusage erhalten habe, schiebe ich es ein bisschen auf darüber zu schreiben. Mir gehen viele verschiedene Gedanken durch den Kopf, wenn ich an dieses „Praktikum“ denke. Von Anfang an war eine meiner größten Sorgen das ich den Aufgaben nicht gewachsen sein könnte.

Diese Angst ist etwas das mich schon mein ganzes Studium über begleitet. Nach dem ersten Semester habe ich mir viele Gedanken gemacht ob es das richtige Studium ist. Alle anderen waren ja – vermeintlich – besser. Nach und nach wurde die Angst kleiner. Saß in einer kleinen Ecke meines Kopfes. Man kann nicht immer alles können und solange es Spaß macht und ich mit Herzblut dabei bin, ist es das Richtige für mich. In eine Firma zu gehen, die aber schon ihre eigenen Abläufe hat ist trotzdem nochmal etwas Anderes wie ein Studium. Mit einem nervösen Magen startete ich also in meinen ersten Tag. Ich muss sagen, ich war wirklich umsonst nervös. Wir 6 Mädels, ja wie sind 6 Praktikantinnen, verstehen uns soweit man das nach einer Woche sagen kann ganz gut. Auch die restlichen Mitarbeiter sind sehr lieb und man fühlt sich richtig aufgenommen. Die erste Woche hatten wir Zeit uns in das E-Learning Programm einzuarbeiten, Übungsaufgaben zu machen und das Lehrbuch durchzuarbeiten. So langsam laufen jetzt auch die richtigen Aufgaben und Projekte an. Ich hoffe das ich schnell wieder fit bin und morgen schon wieder durchstarten kann.

Aber nicht nur mein entspannter Alltag hat sich verändert, auch der Ort an dem ich Wohne. Mein Praktikumsplatz ist in Ettlingen, bei Karlsruhe. Jeden Morgen pendeln, geht einfach finanziell und zeitlich nicht. Für dieses Problem hat sich aber gleich noch am Tag des Bewerbungsgespräches eine Lösung gefunden. Freunde von Fabis Mama wohnen 5 Minuten Autofahrt von meinem Praktikumsplatz entfernt. Und sie haben ein schönes Gästezimmer frei. So kam es also das ich wieder ausgezogen bin, natürlich nur unter der Woche. Ein halbes Jahr weg von zuhause, meinen Nebenjob als Tanzlehrerin und weg von Fabi, das ging für mich nicht klar. Jetzt sehen wir uns nur noch an den Wochenenden. Jetzt wo wir nächstes Jahr heiraten wollen und endlich unser eigenes Zuhause haben, ist das echt hart. Alleine zu schlafen, ohne Fabi und ohne Moe ist richtig ungewohnt. Nicht ständig beisammen zu sein oder sich zu schreiben. Einige Umstellung, die dieses Semester mit sich bringt.

Room: Unsere erste Wohnung

Samstag, 18. August 2018



Manchmal muss man einfach ein wenig Glück haben. Vor allem, wenn es um die Wohnungssuche geht. Fabi und ich hatten richtig Glück. Viele Paare, die wir kennen und die ein ähnliches Budget zur Verfügung haben, suchten ein halbes Jahr und länger nach einer Wohnung. Ich habe mich wahnsinnig auf das Einrichten der Wohnung gefreut. Aber fangen wir doch mal ganz vorne an. Ende November, beziehungsweise Anfang Dezember 2017 entschieden wir uns, dass wir zusammenziehen wollen. Also ging die Wohnungssuche los. Unser Budget war von Anfang an begrenzt, da ich noch studiere. Eine große Auswahl an Wohnungen gab es für uns somit nicht. Nach 20 Mails ohne Antwort und unzählige unbeantwortete Telefonanrufe später, verfliegt dann auch die Vorfreude auf das Zusammenziehen. Wir besuchten vereinzelt Besichtigungen und konnten langsam einschätzen, wie schwierig es werden würde eine Wohnung zu finden. Mit einer Katze, unserem kleinen Moe, wird es dann noch schwieriger. Viele Vermieter wollen keine Tiere.

Eine Zeitungsanzeige Ende Februar sollte alles ändern. An einem Freitag zeigte uns meine Mama eine kleine Anzeige im Wohnungsmarkt. Ohne Bild, kein großer Text. 56qm, Küche, Balkon, Tiefgarage. Einen Anruf später war klar, dass wir zur Besichtigung kommen können. Sonntags um 11 Uhr standen wir auf der Matte. Der Vermieter, ein sehr freundlicher Mann, zeigte uns und zwei anderen Interessenten die Wohnung. Wir hatten ein total gutes Gefühl und die Wohnung begeisterte uns sichtlich. Wir waren natürlich nicht unvorbereitet. Hatten bereits eine Mieterauskunft und Gehaltsnachweise dabei. Trotzdem durften wir nochmals eine eigene Auskunft, des Vermieters, mit nach Hause nehmen und ausfüllen. Es viel aber sehr positiv auf, dass wir so engagiert sind. Bei Fabi zu Hause erzählten wir begeistert von der Wohnung, füllten den Bericht aus und fuhren ihn noch am selben Abend zum Vermieter, der ein paar Orte weiter wohnt. Etwas direkt schriftlich zu haben, ist einfach besser als nur eine Mail. Da wir einfach euphorisch waren, erlaubten wir uns den Bogen in den Briefkasten zu werfen – natürlich mit einer kurzen SMS an den Vermieter.




Montag Mittag erreichte uns der Anruf. Ich dachte erst Fabi will mich veräppeln. Wir hatten die Zusage und konnten direkt abends kommen, um den Mietvertrag zu unterschreiben. Unsere erste eigene, gemeinsame Wohnung. Wir konnten es noch nicht ganz fassen. Noch am selben Abend standen wir in unserer Wohnung und überlegten wo wir was hinstellen können. Das Abenteuer konnte also losgehen.

Ab Donnerstag, de. 01.03. war es dann ganz offiziell unsere Wohnung und wir legten direkt los. Renovieren. Nach Absprache mit dem Vermieter entschieden wir uns im Schlafzimmer den Teppich zu entfernen und Laminat zu verlegen. Die ganze Wohnung gehörte neu gestrichen. Gut zehn Tage später, mit vielen helfenden Händen und einigen durchgemachten Nächten, hieß es dann: Möbel rein! Der Umzug ging dank der vielen Helfer schnell und reibungslos über die Bühne. Es war tatsächlich geschafft. Wir konnten die erste Nacht in unserer Wohnung verbringen. Die nächsten Wochen lebten wir noch mehr oder weniger im Chaos. Kartons mussten ausgeräumt, das Internet bestellt, Tisch, Schränke usw. besorgt werden. Nach und nach verwandelte sich das Schlachtfeld in eine gemütliche Wohnung. Auch Moe, der schon ein paar Tage nach uns einzog, wurde immer mutiger und schien sich wohlzufühlen. Als dann schließlich der heißersehnte Tisch stand und die Routerkabel verlegt worden waren, konnte man wirklich sagen: Jetzt ist es geschafft. Wer mich kennt weiß, dass ich am liebsten schonwieder umdekorieren würde und immer neue Ideen habe, was man noch so anstellen könnte. Langsam treibe ich Fabi damit in den Wahnsinn. Aber genau das liebt er doch an mir. Oder Schatz?














Pawsome🐾

Donnerstag, 12. Juli 2018

Von einem Kleinen haben wir auch schon eine Weile nichts mehr gehört. Moe ist natürlich bei uns. Kurz bevor wir umgezogen sind, war es ein ganz schönes hin und her. Fabi ist Anfang Januar probeweise zu mir gezogen, meine Mama war nämlich 2 Wochen im Urlaub. Moe war natürlich dabei und musste sich erstmal an das große Haus gewöhnen. Gegangen ist er dann nicht mehr. Wir waren ja schon seit Dezember fleißig auf Wohnungssuche und nachdem er dann schon ein paar Wochen da war, durfte er bei mir bleiben. Was für eine schöne Zeit. Moe hatte sich ganz schnell angewöhnt bei mir im Bett zu schlafen. Wir hatten schon so ein richtiges Morgenritual. Morgens wenn meine Mama zum Arbeiten auf steht ist Moe immer mit aufgestanden. Wenn sie dann los ist, ist er wieder zu mir ins Bett gekommen und wir haben noch ein bisschen gekuschelt bis ich dann aufstehen musste. Egal was der kleine Mann angestellt hat, man konnte ihm nicht lange böse sein. Egal ob er eine Pflanze gefressen oder eine Tasse vom Schreibtisch geworfen hat. Bei diesen gelben Kulleraugen konnte man gar nicht anders als ihn trotzdem zu knuddeln. Moe hat es richtig ausgenutzt bei uns daheim ist die Treppe rauf und runter gesprintet und hat auf dem Sofa geschlafen. Das Einzige was schade war, dass er und Kitty sich nicht riechen konnten. Na wer erinnert sich noch an Kitty? Unsere kleine, schwarze Besuchskatze. Irgendwann vor 5 oder 6 Jahren stand sie auf einmal in der Küche und ist nicht mehr gegangen. Klar ist sie eine Räuberin und auch mal tagelang weggeblieben. Mit Moe konnte sie nicht viel anfangen. Hat nur gefaucht und wollte ihre Ruhe.


Eine Wohnung mit Katze zu finden ist alles andere wie einfach. Viele Wohnungen haben uns gut gefallen, wurden aber auf Nachfrage wegen Haustieren doch abgelehnt. In unserer jetzigen Wohnung war das alles ganz anders. Man war sich direkt mit dem Vermieter sympathisch, der übrigens selbst ganz lange Katze hatte und somit kein Problem, wenn wir mit Hauskatze einziehen. Moe ist ja mittlerweile ein richtiger Umzugsprofi. In unseren eigenen vier Wänden ist er direkt nach Öffnen des Korbes auf Erkundungstour gegangen. Noch etwas vorsichtig, aber er hat sich mal kurz alle Räume angeguckt. Der Kleine ist einfach eine coole Socke. Die Klingel fand er ganz lange richtig schlimm, das er erstmal eine viertel Stunde unterm Bett verschwunden ist. Jetzt erschrickt er ab und an nur kurz und ist dann aber neugierig wer denn da kommt. Moe ist ein richtiger Charmeur geworden und manchmal habe ich das Gefühl die Leute kommen ihn besuchen und nicht mich oder Fabi. Gerade die ganzen Mädels und unsere Mamas sind hin und weg von ihm. Mein Papa ist jedes Mal begeistert wie gut Moe hört, manchmal besser wie ein Hund. Aber auch nur manchmal. Schaut man mal nicht hin stellt er genug Schabernack an. Er genießt es total das Fabi und ich so viel um ihn rum sind und maunzt immer herzzerreißend, wenn wir uns mal eine Weile nicht sehen lassen oder abends noch einer von uns beiden fehlt. Wir sind halt seine Dosenöffner und wenn einer nicht da ist, wird genau diese Person halt vermisst.

Das nächste Projekt wird sein den Balkon Katzensicher zu machen. Am Anfang ging es noch gut, Moe auch mal alleine draußen zu lassen, mittlerweile klettert er aber auch schon rum und hüpft vom Balkongeländer auf das Fensterbrett neben an. Da der Kleine auch etwas tollpatschig ist und wir nicht wollen das er beim Spielen plötzlich den Abgang macht, bringen wir ein Netz an. Die Stäbe kann man dann auch toll mit Lichterketten dekorieren, so wird der Balkon noch gemütlicher. Dann können wir alle zusammen die Abende auf dem Balkon genießen.



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